Landmilch
Frisch

Betrieb – Tierhaltung

Auf unserem Hof haben wir einen durchschnittlichen Tierbestand von

  • 85 Milchkühen
  • 80 weibliche Rinder in der Nachzucht im Alter von 0 – 30 Monaten
  • 140 Bullen

Rinder

Der Großteil der Milchkuhherde besteht aus schwarzbunten Holstein Kühen und rotbunten Kühen. Beim Mastvieh haben wir zusätzlich Braunvieh, Simmentaler Fleckvieh, Charolais und verschiedene Kreuzungen.

Unsere Milchkühe geben im Schnitt 31 Liter Milch am Tag.

Unsere Tiere leben in Herden und können sich in den entsprechenden Stallungen frei bewegen. Die Fütterung erfolgt mit selbsterzeugter Gras bzw. Maissilage, sowie Gersten- und Weizenschrot. Ergänzt wird die Fütterung durch zugekauftes Rapsschrot, Kraftfutter und Mineralfutter. Alle verwendeten Futtermittel sind gentechnikfrei, d.h. weder bauen wir gentechnikverändertes Getreide auf unseren Feldern an, noch kaufen wir gentechnikverändertes Futter zu.

Rinder

Die Stallungen sind alle gut belüftet und die Tiere bekommen viel Tageslicht. Der große Stall bietet einen Laufhof für die Tiere, sodass sie nicht nur innerhalb des Stallgebäudes gehalten werden, sondern eine Art „Terrasse“ haben. Darüber hinaus gibt es ausreichende Liegeflächen und rotierende und feststehende Bürsten zur Steigerung des Wohlbefindens der Tiere.

Die hochtragenden Kühe, die vor der Geburt des Kälbchens nicht mehr gemolken werden, sowie die hochtragenden Rinder haben von Frühjahr bis Herbst die Möglichkeit von ihrem Stall direkt auf die Weide zu gelangen. Und das rund um die Uhr.

Die Milchqualität, die Tiergesundheit sowie der korrekte Umgang mit dem Produkt Milch wird regelmäßig durch Kontrollen der Molkerei Hochwald bestätigt. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Kontrollen durch das Veterinäramt Gelnhausen.

Unsere Kühe werden vollautomatisch über einen Melkroboter gemolken. Dafür tragen die Kühe ein Halsband mit einem Transponder. Über diesen Transponder kann jede Kuh identifiziert werden. Bei den ersten Melkvorgängen von neuen oder jungen Kühen wird der Melkvorgang von uns begleitet. Dabei wird dem Roboter auch das Aussehen des Euters der Kuh eingespeichert. Dadurch kann der Roboter später automatisch anhand der gespeicherten Daten die Melkbecher an die entsprechenden Striche (Zitzen) des Euters der Kuh anbringen. Dieser Vorgang wird mit Hilfe eines Lasers und einer Kamera unterstützt. Während die Kühe gemolken werden, erhalten sie vom Roboter eine auf die spezielle Kuh abgestimmt Menge an Kraftfutter.

Nach jedem Melkvorgang werden die Melkbecher automatisch gereinigt und desinfiziert. Zusätzlich wird über die Melkmaschine die Milchmenge der Kühe kontrolliert und mit den vorherigen Daten verglichen, bei signifikanten Abweichungen werden wir informiert, um schnellstmöglich kontrollieren zu können, ob bei der Kuh etwas nicht in Ordnung ist.

Der Melkroboter ist 23 Stunden am Tag im Einsatz. Daher können die Kühe fast rund um die Uhr gemolken werden. Allerdings gibt es einen Mindestzeitabstand, den jede Kuh zwischen zwei Melkvorgängen einhalten muss. Auch dies ist über die Datenbank möglich zu steuern. Sollte eine Kuh über einen ungewöhnlich, lagen Zeitraum nicht zum Melken gegangen sein erfolgt auch eine Meldung. In der verbleiben Stunde wird der komplette Roboter automatisch 2mal am Tag je 30 min gereinigt und desinfiziert.

Leider, wie so oft, ist dies die schöne Theorie. Es gibt aber auch immer ein paar Kühe deren Euter eine unvorteilhafte Form haben, oder die sich nicht mit dem Roboter anfreunden können. Bei diesen Kühen muss dann doch immer einer von uns dabei sein. Aber glücklicherweise betrifft das nur einen kleinen Anteil der Kühe, sodass die Zeit stattdessen für andere Tätigkeiten wie z.B. zur Fütterung, Feldarbeit etc. verwendet werden kann.

Da jede Kuh, um überhaupt Milch zu geben, jedes Jahr ein Kalb zur Welt bringen muss, haben wir einen Bullen im Kuhstall, der auf natürlichem Wege für die Nachkommen sorgt.

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